Resolution: Der Philosophische
Fakultätentag fordert von Bundesministerin Bulmahn neue Beweglichkeit
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Philosophischer Fakultätentag
Plenarversammlung Dresden 29.11.-01.12.2001
Der Philosophische Fakultätentag hat es begrüßt,
dass der Bundesrat dem Professorenbesoldungsreformgesetz die Zustimmung
verweigert und den Vermittlungsausschuss angerufen hat. Da auch
das 5. Gesetz zur Änderung des Hochschulrahmengesetzes keine
Mehrheit im Bundesrat erhielt, fordert der Philosophische Fakultätentag
neue Gespräche über die Hochschulreform insgesamt und
die Aufgabe der Gesprächsverweigerung durch die Bundesbildungsministerin
Edelgard Bulmahn. Nachdem zuletzt auch die Hochschulrektorenkonferenz
den Vorhaben der Ministerin die Unterstützung entzogen hat,
ist es höchste Zeit, dem einstimmigen Votum der Betroffenen
folgend, Änderungen in den Reformvorhaben vorzunehmen.
Dabei müssen die sehr verschiedenen Fächerkulturen an
den Universitäten und Hochschulen ausreichend berücksichtigt
werden. Insbesondere ist die indirekte Abschaffung der Habilitation
rückgängig zu machen. Für den Zugang zum Hochschullehrerberuf
muss neben der Juniorprofessur in offener Konkurrenz auch der Weg
über die Habilitation möglich sein, wobei sich in den
einzelnen Fächerkulturen verschiedene Modelle durchsetzen werden.
Deshalb müssen die Assistentenstellen weiterhin neben den neuen
Juniorprofessuren erhalten bleiben.
Der Philosophische Fakultätentag hat bereits am 10. Mai 2001
zusammen mit den Fachbereichstagen und dem Hochschulverband die
Bundesbildungsministerin aufgefordert, sich mit den Vertretern der
Hochschullehrer, Fakultäten und Fachbereichstage an einen "Runden
Tisch" zu setzen. Die Ministerin bevorzugte weiterhin das Gespräch
mit Beratergruppen, die sie selbst zusammengestellt hat. Nun wäre
es an der Zeit, diese grundsätzliche Verweigerungshaltung aufzugeben
und mit den durchaus reformwilligen Fakultäten und Fachbereichen
eine Nachbesserung der Novellierung des Hochschulrahmengesetzes
und des Professorenbesoldungsreformgesetzes anzustreben.
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