Pressemitteilung: 29.
Juni 2001
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Heidelberg, 29. Juni 2001
Qualifikationswege im Wettbewerb
Zur Novellierung des Hochschulrahmengesetzes (5. HRGÄNdG)
Die Plenarversammlung des Philosophischen Fakultätentages
unterstützt das hochschulpolitische Ziel, die Effizienz der
Ausbildung durch mehr Wettbewerb zu steigern und die Ausbildungszeiten
zu verkürzen.
Allerdings verhindert die von der Bundesregierung vorgeschlagene
Novellierung des Hochschulrahmengesetzes in Wahrheit Wettbewerb,
weil sie ohne Rücksicht auf sehr unterschiedliche Fächerkulturen
einen einzigen, nicht nur in den Geisteswissenschaften heftig umstrittenen
Qualifikationsweg, die Juniorprofessur, zur Norm erhebt, obwohl
die Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der betroffenen
Fächer noch nicht abzusehen sind.
Der Philosophische Fakultätentag fordert deshalb den Deutschen
Bundestag und den Bundesrat auf, im Gesetzgebungsverfahren die indirekte
Abschaffung der Habilitation (§ 44, Abs. 2) rückgängig
zu machen und es den Fakultäten und dem wissenschaftlichen
Nachwuchs als den Betroffenen freizustellen, welchen Qualifikationsweg
(Habilitation oder Juniorprofessur) sie einschlagen wollen.
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